Dinge, die wir heiß lieben: guten Fels, gutes Ambiente und gute Gesellschaft! Trifft sich gut, dass wir vom Frauen Alpinkader zu unserem Alpinkletter-Modul ein paar Tage gemeinsam in der Hochkönig-Gegend unterwegs sein dürfen!
Nachdem es zwei Tage und zwei Nächte durchregnete (der Natur tut‘s so gut ), haben wir ein kleines Schönwetterfenster zum chilligen Klettern an der Torsäule genutzt. Zwei von drei Seilschaften fanden in der Route „Heiße Liebe“ eine sympathische Annäherung mit dem großartigen Gebiet. Davor und danach gab’s wertvolle Trainingsstunden in den talnahen Klettergärten. Bergführerin Babsi Vigl weihte uns in ihre Techniken ein und öffnete ihre Trickkiste. Was da alles zum Vorschein kommt!
Beim Alpinklettern denkt man schnell an wilde Wände und das ganz große Abenteuer. Beim Modul Alpinklettern zogen sich die sechs jungen Alpinkader-Frauen mit ihrer Bergführerin Babsi Vigl aber bewusst in kleine Klettergärten im Pongau zurück, um sich auf jene Szenarien vorzubereiten, die einer Kletterin früher oder später passieren können. Geübt wurden verschiedene Rettungs- und Seiltechniken sowie das Technoklettern mit mobilen Sicherungsgeräten, Hooks, kleinsten Bodyweight-Placements und selbst geschlagenen Haken.
Das Aidklettern ist so wertvoll, um sich aus heiklen Situationen selbst wieder herausbringen zu können“, weiß Ausbildnerin Babsi. „Verschiedene Szenarien aufzubauen, gemeinsam durchzudenken und zu üben, das bringt wirklich viel.“ Die Bergführerin öffnete ihre Trickkiste und gab den Mädels jede Menge Tipps und Werkzeuge mit auf den Weg, mit denen sie künftig ihren eigenen Handlungsspielraum am Berg erweitern können. Was für lehrreiche Tage das wieder waren!